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Prorektorat

Weiterbildung und Dienstleistung

Das vielfältige Weiterbildungsangebot der PH Graubünden begeisterte viele Lehrpersonen. Insbesondere Kurse zum Umgang mit künstlicher Intelligenz stiessen auf grosses Interesse.

2200 Kursteilnehmende konnte die PH Graubünden im Berichtsjahr begrüssen. Die Vielfalt der Themen, in welchen sich die Lehrpersonen weitergebildet haben, war auch dieses Jahr sehr breit. Ein Thema ist auf besonders grosses Interesse gestossen: der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Die geplanten Kurse waren rasch ausgebucht und die PH Graubünden konnte kurzfristig zusätzliche Angebote zur Verfügung stellen. Zudem haben sich viele Schulen gemeldet, um sich in schulinternen Weiterbildungen von der PH Graubünden begleitet mit dem Thema auseinanderzusetzen und gemeinsam den für die Schule geeigneten Weg zu entwickeln.

Ein Trend hin zu kürzeren Weiterbildungen ist gesamtschweizerisch und über die Grenzen der Pädagogischen Hochschulen hinaus zu erkennen. Für Institutionen mit Weiterbildungsangeboten – so auch für die PH Graubünden – bedeutet dies ein Balanceakt: Sie müssen den Bedürfnissen der Teilnehmenden sowohl im Hinblick auf das Format als auch auf den Inhalt gerecht werden und gleichzeitig qualitativ hochwertige Angebote entwickeln. Es gibt vielfältige Themen, die sich in kürzeren Formaten bearbeiten lassen. Andere Themen bedürfen einer längeren und vertieften Auseinandersetzung, um die Erkenntnisse in die Praxis übertragen zu können, immer mit dem Ziel, die Kinder auf ihrem Lernweg zu unterstützen.

Es ist erfreulich, dass sich Teilnehmende in den CAS-Lehrgängen vertieft mit einem Thema auseinandersetzen. Im Berichtsjahr haben 45 Teilnehmende in den CAS-Lehrgängen Bildung im digitalen Wandel, Lehrmittelautor:in, Deutsch als Zweitsprache oder Unterrichtsentwicklung mit dem Churermodell mit einem Zertifikat abgeschlossen. Im Rahmen des Netzwerks Schulführung, in Kooperation mit der PH Thurgau und der PH St. Gallen haben zudem 44 Teilnehmende den CAS Schulleitung abgeschlossen. Die Wirkung, welche ein CAS auslöst, konnte eindrücklich beim Alumni-Treffen der ehemaligen Teilnehmenden des CAS Unterrichtsentwicklung mit dem Churermodell beobachtet werden. Sie haben sich über Herausforderungen und Erfolge in der Umsetzung des Churermodells in ihrem Schulalltag ausgetauscht. Der zweite Teil der Veranstaltung wurde mit einem Treffen des Netzwerks Heterogen Lernen verbunden. Perlen des Churermodells standen im Zentrum, sowohl aus theoretischer Perspektive als auch in Form von Unterrichtsbeispielen, welche von den CAS-Absolvierenden präsentiert wurden. Dank ihrer reich gefüllten Erfahrungsrucksäcken entstanden spannende Gespräche und viele Teilnehmende nahmen Aha-Momente, Ideen und Motivation zur Gestaltung ihres Unterrichts mit nach Hause.

Noch intensiver als in einem CAS vertiefen sich die Studierenden im Master in Schulischer Heilpädagogik, welcher von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik und der Pädagogischen Hochschule Graubünden am dezentralen Studienort Chur angeboten wird. Der konsekutive Masterstudiengang ist modular aufgebaut und bietet den Studierenden Flexibilität in der zeitlichen, örtlichen und inhaltlichen Gestaltung ihres Studiums. Der grossen Nachfrage konnte mit der Aufhebung der Begrenzung Rechnung getragen werden. Die Studierendenzahlen konnten verdoppelt werden. Die Studierenden werden je zur Hälfte von Dozierenden der PH Graubünden und der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik unterrichtet. Die Zahlen zeigen eindrücklich den Erfolg des Studiengangs, welcher so einen bedeutenden Beitrag leistet, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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